Der arabische Sender Al Jazeera sendet ähnliche Bilder aus Griechenland, wie wir sie von den zurückliegenden Aufständen in Tunesien, Libyen, Ägypten und Syrien kennen.
Diesen Ländern ist nicht nur die Lage rund ums Mittelmeer gemeinsam, sondern auch eine Vergangenheit mit korrupten und unfähigen Regierungen. Die Eliten dieser Länder verschwendeten die Staatseinnahmen und Auslandshilfen zur persönlichen Bereicherung und dem Kauf von Rüstungsgütern.
Unter dem Titel „Schöne Waffen für Athen“ berichtet die Zeit, dass an Griechenlands Militär jedes Sparpaket vorbeigeht. Die Rüstungsexporteure USA, Deutschland usw. profitieren von der Verschwendungssucht griechischer Politiker und Militärs. Statt Fregatten, Panzer und U-Boote benötigt man jetzt Feuerwehrautos und Krankenwagen. Das stählerne Spielzeug der Generäle sollte man zum hohen Schrottpreis in Zahlung nehmen und die Soldaten zu Feuerwehrleuten und Sanitätern umschulen.
Die Waffen benötigt man nicht mehr. Der NATO-Verbündete Türkei wird wohl kaum Interesse an einem derart maroden Land haben und schwere Waffen sind zur Beruhigung der Lage völlig ungeeignet.
Die Finanzminister der EU könnten ein paar Rettungs-Milliarden reservieren, damit im Falle des zu erwartenden Zusammenbruchs den ärmeren Schichten und den Rentnern humanitäre Hilfe gegen Hunger und Krankheit geleistet werden kann. Die Eliten haben ihre Vermögen ja schon rechtzeitig in Sicherheit gebracht und werden nicht auf Care-Pakete angewiesen sein.
Ein völliger Zusammenbruch wird hoffentlich die alten Eliten entmachten. Vielleicht entsteht dann sogar ein funktionierendes Gemeinwesen ohne Phantomrentner und ohne massenhafte Steuerhinterzieher. Deutschland hat sich nach dem Zusammenbruch auch erfolgreich neu gegründet.

