Donnerstag ist es mal wieder soweit…

Christi Himmelfahrt? Vatertag? Männertag?

Der Autor Dietmar Wischmeyer ist auch ein begnadeter Spötter in der Heute-Show:

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Wird in der WELT-Redaktion gekifft?

Wer im letzten Absatz seines Kommentars in der WELT das Zitat “Auf deutschem Boden darf nie wieder ein Joint ausgehen” unterbringt, muss sich nicht wundern, wenn diese Frage kommt.
Ulrich Clauß reiht krude Sätze wie im Delirium aneinander. Kostprobe: „Das völlige Ausblenden jeder Form von Risikofolgeabschätzung für die Konsequenzen einer Mandatierung von Vertretern einer konsumfixierten Dilettantenkultur erscheint darüber hinaus geradezu asozial.
Geballter Schwachsinn kann Unterhaltungswert haben und sehr amüsant sein. Der Stil, wie er seine Meinung formuliert, könnte geistige Orgasmuswellen in Seniorenstiften mit konservativen Internetnichtverstehern auslösen. Vielleicht sollte er sich dort seinen weiteren Verbleib als Meinungsmacher sichern. Man trifft dort Gleichgesinnte, die derartige Beiträge echt bewundern.
Ich bin sehr amüsiert – solch eine Leistung kann ich nicht ernsthaft kommentieren. Den Orientierungsverlust, den er den Piraten unterstellt scheint es bei ihm im großen Maß zu geben. Gute Besserung.

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Waidwunder FDP-Politiker schießt aus der Welt gegen Piraten

Gestern gab der Vorsitzende der Piraten im Feuilleton der FAZ seine Einsichten zur Nachhaltigkeit bekannt, heute kontert ein FDP-Politiker aus der zweiten oder dritten Reihe in der Welt.

Wie tief ist eine Partei gesunken, wenn man hofft, mit solch schwacher Polemik gegen eine neue Bürgerrechtspartei zu punkten.
In jeder Partei gibt es peinliche Personen. Davon sind auch die Piraten nicht ausgenommen. Wenn ein Artikel mit dieser Überschrift in der WELT erscheint, nimmt man ihn zunächst zur Kenntnis. Wenn man dann jedoch am Ende liest, dass der Autor Kommunalpolitiker der FDP und Kommunikationsberater ist, weiss man, dass man ein paar Minuten seiner Zeit mit plumper Parteienpropaganda vergeudet hat.

Am Sonntagabend nach der Wahl an der Saar wird man feststellen, dass die FDP mangels Geist und Kampfgeist aus einem weiteren Parament verschwunden ist. Dürftige Artikel und Provokationen reichen nicht aus, um Wähler zurück zu gewinnen, die man an die Piraten verloren hat.

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Emotion und Manipulation bei SpiegelTV

Das 55 Jahre alte Urteil von Hans Magnus Enzensberger ist immer noch zutreffend: „Leser des Spiegels werde nicht orientiert, sondern desorientiert.
Statt Nachrichtenmagazin trifft der Begriff “Meinungsmacher” wohl eher auf die Erzeugnisse aus dem Spiegel-Verlag zu. Wer objektive Nachrichten sehen möchte, ist bei der Tagesschau gut bedient. Wer sich als Intellektueller fühlt und Mitte-Links wählt, der wird die Spiegelberichterstattung lieben. Sie bestätigt die eigenen kritischen Auffassungen, die von anderen auch als Vorurteile bezeichnet werden könnten. Solch eine emotionale und manipulierende Aufmachung berührt die Leserschaft natürlich mehr als die professionelle Aneinanderreihung der Tagesschau-Nachrichten.
Wer das nebenstehende SpiegelTV-Video aus Bagdad gesehen hat, der ist erstaunt, wie der Spiegel in den Besitz solcher Videos kommt. Videos aus der Perspektive der Scharfschützen zeigen, wie amerikanische Soldaten sterben.
Weniger spektakulär aber dennoch desorientierend ist ein Bericht über die Saar-Piraten. Hemmungslos werden Videoschnipsel zusammengefügt, um die Klischeevorstellungen der Leser über die Piratenpartei zu bedienen. Wer das Betriebssystem einer Organisation nicht verstanden hat, wird sich mit Oberflächlichkeit begnügen. SpiegelTV deckt mit dem Video das Thema Wahlkampf der Piraten an der Saar so vollständig ab, wie eine Berichterstattung über Angela Merkel bei den Bayreuther Festspielen die Politik der Kanzlerin abdecken würde. Vielleicht will man beim Spiegel die Piraten auch nur lächerlich machen, weil sie das von Verlagen gewünschte Urheberrecht für unzeitgemäß erachten und bekämpfen. Dann ist das lächerliche Video quasi ein Revanchefoul.
Die Saarpiraten haben gute Chancen am 25. März in das Landesparlament gewählt zu werden. SpiegelTV berichtet weniger über den Wahlkampf der Piraten, sondern über Bierflaschen haltende Jugend und die Spitzenkandidatin Jasmin Maurer.
Berichtens wert war SpiegelTV, dass die 22 jährige IT-Auszubildende, ein Gothic-Model ist und die Kampfsportart Taekwondo betreibt. Als sie im Video mit Ihrem Freund Plakate anbringt, wird über weitere Politiker-Pärchen gelästert: Oskar und Sarah. Die genannte rote Sarah kommt aus dem Land des schwarzen Kanals. Nachrichten auf diesem Manipulationsniveau steuert SpiegelTV gelegentlich bei. Wenn man schon Nachrichtensatire machen will, sollte man sich an der Heute-Show orientieren. Bei objektiver Berichterstattung über die Saar-Piraten wäre der Standard der FAZ angemessen. Das negative Abstimmungsergebnis unter dem Video zeigt, dass das Machwerk weder als ätzende Satire noch als gute Berichterstattung ankommt.

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Viviane Redings Quotenquatsch

Die EU-Kommissarin Viviane Reding wirkt auf den ersten Blick recht kompetent. Sie kann nur nicht mit statistischen Material umgehen [Quelle: Der Spiegel] – oder sie hält die EU-Bürger für so blöd, dass sie mit falschen Zahlenspielchen die Argumente für die Frauenquote in ihrem Sinn zu manipulieren versucht.

Hintergrund

Wenn jetzt 60 Prozent der Uni-Absolventen weiblich sind, sagt das aus, dass viele junge Männer in den letzten drei Jahrzehnten durch die Art der Erziehung nicht mehr in der Lage waren, zu studieren.

Wenn derzeit nur 14 Prozent der Aufsichtsräte weiblich sind, hat das nichts mit den 60 Prozent weiblicher Uni-Absolventen zu tun. Üblicherweise werden Uni-Absolventen erst nach 30 bis 40 Jahren zu Aufsichtsräten und nicht am Ende des Studiums. Wenn das Verhältnis in 30 bis 40 Jahren immer noch so ist, dann hat sie recht. JETZT aber noch nicht!
Statt unpassende Statistikdaten für ihren Quotenquatsch zu nutzen, sollte Frau Reding sich für Erzieher- und Grundschullehrer-Quoten einsetzen, damit auch kleine Jungen männliche Vorbilder haben. Dann haben sie auch die Chance, in 30 oder 40 Jahren bei den Absolventenzahlen an den Unis wieder mit den Frauen gleich zu ziehen.
Starre Quoten sind eine Beleidigung für die Kompetenz. Das ist genauso schlimm, wie ungleiche Chancen bei der Personalauswahl und bei der Bezahlung. In Ordnung ist, dass bei gleicher Qualifikation das bisher schwächer vertretene Geschlecht bei der Stellenbesetzung bevorzugt wird. Das heißt, eine Frau wird Aufsichtsrat in einer Männer-dominierten Runde und ein Mann wird Pädagoge in einer Kita, wenn die Qualifikation sonst gleich ist.
Mit Frau Schröder teile ich nicht die Parteipräferenzen. Jedoch verkörpert sie für mich in ihrer Argumentation den Typ von Frau, die erkannt hat, dass die Quote nicht mit Freiheit und Demokratie vereinbar ist, sondern nur mit überholtem Dirigismus. Junge Frauen wollen Wertschätzung wegen ihrer Kompetenz. Das haben junge Frauen in der CDU und sogar in der Piratenpartei geschafft. Dort sind Führungspositionen mit einem höheren Frauenanteil besetzt, als es dem weiblichen Mitgliederanteil entspricht.
Weibliche Kompetenz wird sich auch in der Wirtschaft durchsetzen, wenn die 60 Prozent weiblichen Uni-Absolventen ins Aufsichtsrats- und Vorstandsalter kommen – ohne den von Viviane Reding propagierten Quotenquatsch.

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Zapfenstreich zum bedingungslosen Grundeinkommen

Christian Wulffs Nachfolger strebt die Rente frühestens mit 77 an. Falls er dann keine weitere 5 Jahre Verlängerung bekommt, ist er trotzdem mit Papst und Queen eines der ältesten Staatsoberhäupter der Welt.
Wulff hat dagegen einen anderen Rekord aufgestellt. Mit seiner Dienstzeit wird er vorläufig der Bundespräsident mit der kürzesten Amtszeit sein und dafür mit seinem Ehrensold der teuerste Frührentner dieser Republik.
Falls er so alt wird wie Johannes Heesters, würde er bis zum Juli 2067 ca. 11,1 Millionen Euro an Ehrensold bekommen – ohne Berücksichtigung der üblichen Steigerungen. Dazu kommen die Nebenkosten für Chauffeur usw.
Das hohe Alter bei guter Gesundheit ist ihm gegönnt. Die Parteien sollten sich jedoch noch einmal Gedanken machen, wie hoch das bedingungslose Grundeinkommen sein soll.
Die Kenntnis des Dreisatz und der Grundrechenarten wären ein angemessenes Kompetenzmerkmal für Abgeordnete, die über die Höhe zu beschließen haben.
Sonst liefern sie allenfalls Steilvorlagen für Lästermäuler….

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Keine Zeit für ehrliche Ehre

Nach den Plagiatsaffären um zu Guttenberg und Koch-Mehrin wird die Erlangung eines Doktortitels bestimmt viel teurer.
Das Zeit sparende “Copy and Paste” geht nicht mehr ;)

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Tolle Tage für Kabarettisten

Zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch war alles drin: Vom politischen GAU bis zum Super-Gauck wurde alles verwulfft.

und dann war auch noch die Sache mit den Griechen ;-)

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EHEC kehrt zurück

Rückt nach Wulffs’ Abgang wieder die EHEC-Seuche in die Schlagzeilen?
Wird die Suche nach der Quelle des Erregers jetzt statt der Suche nach einem Präsidenten das mediale Interesse erneut beherrschen?
Wird die Lokalisierung der Quelle wirder so lange dauern wie beim Biohof mit dem ägyptischen Sprossensamen?

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Kann der Bundespräsident noch weiter aufsteigen?

Oder fällt er schon in die im Peter-Prinzip beschriebene Endstufe einer Hierarchie?

Laurence J. Peter war Gefängnislehrer und Universitätsprofessor. Er beschäftigte sich u.a. mit der Frage, warum sich Menschen um Positionen bemühen, deren Anforderungen sie nicht gewachsen sind und formulierte humorvoll das nach ihm benannte Prinzip: „In a hierarchy every employee tends to rise to his level of incompetence.“
Deutsch übersetzt „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“
s. Wulff q.e.d.

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